23. bis 25.7. Vernetzungstreffen: Die antimilitaristische Kommunikationsguerilla trifft sich

Der Tag ohne Bundeswehr war ein voller Erfolg. Aktionen in 15 Städten stellten den online stattfindenden Tag der Bundeswehr in den Schatten. Während die Bundis im Internet 6000 Hardcore-Militärfans bespaßten, kaperten Aktivist*innen in den Innenstädten unerlaubt Werbevitrinen und füllten diese mit eigenen Postern. Diese waren optisch an das Design der Bundeswehr angelehnt. Sprüche wie „Jeder Tote ist eine kleiner Schritt zum Weltfrieden“, Nicht jeder Soldat ist Nazi. Aber verdammt viele Nazis sind Soldat“ oder „Ausbeutung gewaltsam verteidigen“ kritisierten jedoch das Militär. Viele der Bilder gingen viral und erreichten in den Sozialen Medien noch mehr Menschen. Um den gemeinsamen Erfolg zu feiern, um uns besser zu vernetzen und um voneinander zu lernen, veranstalten wir von Freitag, den 23.7. bis Sonntag, den 25.7. ein Vernetzungstreffen.
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Oberstleutnant Bohnert und die „Social Media Division“ versuchen Adbusting-Kollektive zu canceln

Offiziell gibt sich die Bundeswehr gegenüber Adbustings, die das Militär kritisieren, cool: Es handle „sich um eine Kunstaktion, welche man offensichtlich dem Formenkreis der Satire zuordnen kann“, sagt die Presseabteilung des Kriegsministeriums über gefälschte Bundeswehrplakate aus dem Mai 2021. Die Werbeabteilung sagt: „Wir kämpfen auch dafür, dass du gegen uns sein kannst.“ Doch hinter den Kulissen brodelt es. Nachdem die Adbusting-Kampagne „Tag ohne Bundeswehr“ den offiziellen „Tag der Bundeswehr“ in den Schatten stellte, mobilisiert Oberstleutnant Marcel Bohnert, bis vor kurzen im Pressestab des Kriegsministeriums zuständig für Social Media, auf Instagram seine Follower. Das Ziel: Die Sperrung von Accounts, die Adbustings zeigen, die das Militär kritisieren. Doch das geht selbst einigen Soldat*innen zu weit: Sie kritisieren dies auf Twitter als Angriff auf die Meinungsfreiheit und fordern, dass die Military Community sich endlich mit dem Naziproblem der Truppe auseinander setzen müsse.
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Medienberichte zum Tag ohne Bundeswehr

In der Jungen Welt veröffentlichte Henning von Stoltzenberg am 18.6.2021 ein Interview mit Klaus Theodor von Schlechtenzwerg unter dem Titel: »Viele Menschen lehnen organisierten Mord ab«:
https://www.jungewelt.de/loginFailed.php?ref=/artikel/404421.protest-gegen-kriegstreiber-viele-menschen-lehnen-organisierten-mord-ab.html

Der Tagesspiegel berichtet über den Tag ohne Bundeswehr einschließlich Foto im Mitte-Newsletter von Joana Nietfeld am 20.6.2021:
https://nl.tagesspiegel.de/form.action?agnCI=875&agnFN=fullview&agnUID=D.B.C1Jg.CQ6c.B6SZo.A.YviByzpbD58Wxak2Q3vEMxzLa-CpxZaBL3-LjhfRkfSJfYVIr8WzO9SQxZSq6RfrHciloM8WooWDwqY98Nqv_A&utm_source=leute-mitte

Perspektive Online berichtet am 16.6.2021 „Adbusting stellt Tag der Bundeswehr in den Schatten“:
https://perspektive-online.net/2021/06/adbusting-stellt-digitalen-tag-der-bundeswehr-in-den-schatten/

Im nd berichtet am 14.6.2021 auf Seite 3 Peter Nowak über „Satirischen Antimilitarismus“:
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1153197.adbusting-satirischer-antimilitarismus.html

In der Sächsischen Zeitung schreibt am 14.6.2021 Luise Zehker über „Falsche Bundeswehr-Werbung in Dresden“:
https://www.saechsische.de/dresden/dresden-falsche-werbung-von-bundeswehr-html-5463840.html

Für Tag24 fragt Eric Hoffmann am 14.6.2021: „Falsche Bundeswehr-Plakate in Dresden! Wo kamen die denn her?“:
https://www.tag24.de/dresden/falsche-bundeswehr-plakate-in-dresden-wo-kamen-die-denn-her-2002477

Ganz wild gehts derweil im Bundestag bei der AfD zu. Dort glaubt man, dass die Poster echt seien und fürchtet, dass der „französische Konzern“ Decaux einen Weltkrieg anzetteln wolle:
https://twitter.com/JoanaCotar/status/1404381123023605763

Bundesweit Protest zum Tag ohne Bundeswehr

Der Tag der Bundeswehr ist dieses Jahr bis auf einen Stream im Internet ausgefallen. Statt dessen feierten in Kiel, Berlin, Stuttgart, Dresden, Frankfurt/Main, Bonn, Hannover, Potsdam, Essen, Hamburg, Witzenhausen und Erlangen Antimilitarist*innen mit gefälschten Werbeplakaten und anderen Aktionen einen Tag ohne Bundeswehr. Die Aktivist*innen fordern, dass jeder Tag ein Tag ohne Bundeswehr sein soll. Dahinter steckt die Kampagne tob21.noblogs.org, die im Internet zu den Aktionen aufgerufen hatte. „Wahrend die Bundeswehr lediglich 6000 Hardcore-Fans bespaßt hat, haben wir bundesweit in 13 Innenstädten und den Sozialen Medien tausende von Menschen mit unserer Kritik erreicht“, freut sich Klaus Theodor von Schlechtenzwerg, die Pressesprecher*in der Kampagne Tob21.

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„Tag ohne Bundeswehr“ in Potsdam: Aktivist*innen hängen unerlaubt bundeswehrkritische Poster in Werbevitrinen der Stadt

Ohne um Erlaubnis zu fragen haben sich auch in Potsdam Aktivist*innen zum Tag ohne Bundeswehr Werbevitrinen angeeignet. Dafür haben sie Originalplakate der Bundeswehr umgebastelt und mit treffenderen Sprüchen versehen. Auf den Plakaten steht nun beispielsweise „Sichere Zukunft im Sarg? Mach, was wirklich zählt: Vorher probeliegen.“

Der Original-Text von Indymedia:

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Bannerdrop in Witzenhausen

Auch in Witzenhausen beteiligten sich Antimilitarist*innen mit einer Aktion am Tag ohne Bundeswehr. Direkt am Bahnhof gibt es in Witzenhausen eine Felswand. Dort hängt seit vorgestern ein neues Banner. Auf einem Tarnfleck-Hintergrund steht „Terror vom Staat gefördert“ und „Hier? Woanders? Überall!“ Die Gruppe schreibt auf Indymedia: „Wir fordern die Auflösung der Bundeswehr. Und verdammt noch mal damit aufzuhören den scheiß Nazis Waffen zu schenken!!“

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Kiel: Mahnwache am Marinehafen zum Tag ohne Bundeswehr

In Kiel veranstaltete anlässlich des „Tags ohne Bundeswehr“ der Landesverband der Deutschen Friedensgesellschaft- Vereinigte Kriegsgegner*innen (DFG-VK) eine Mahnwache. Diese fand am Kieler Marinehafen statt. Vor dem Zaun der Kaserne bauten die Aktivist*innen Protestbanner auf. Inhaltlich machten sie auf das Flottenmanöver BALTOPS aufmerksam. Der Marinestützpunkt Kiel ist traditionell einer der Basishäfen der BALTOPS. Die friedenspolitisch Aktiven kamen auf Einladung der DFG-VK und forderten die Entmilitarisierung der Ostsee, damit die Ostsee ein Meer des Friedens wird. Bei den Passanten gab es überwiegend Zustimmung und positive Äußerungen. Die Aktiven verabredeten sich zu einer weiteren Mahnwache am Drohnen- und Tornadostandort Jagel. Die wird stattfinden am Sonnabend, 31.7.2021 wieder um „Zwei vor Zwölf“.
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Für einen Tag ohne Bundeswehr – auch im Impfzentrum !

Eine weitere Gruppe ist in Berlin zum Tag ohne Bundeswehr aktiv geworden. Rund um das Impfzentrum im Erika-Heß-Stadion und am Bundeswehrkrankenhaus in Mitte fragen Wandzeitungen „Warum trägt die Pflegekraft heute Uniform?“ Die Gruppe fordert in ihrer Aktionserklärung auf Kontrapolis „Für einen Tag ohne Bundeswehr – auch im Impfzentrum!“ Der ganze Text:

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